Moderatorenausbildung für Zukunftswerkstätten
Realisation: Arbeitsstelle für Schule und Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung
Moderation: Klaus Appel von Start gGmbH und Oliver Wendenkampf von Netzwerk Zukunft e.V.
Laufzeit: Frühjahr 2003
„Lernen für die Zukunft“ – die erste Zukunftswerkstatt
Bildung bedeutet mehr als Schule. Schule muss sich verändern, muss sich öffnen und mit anderen Einrichtungen im Gemeinwesen kooperieren. – Viele der Forderungen zur Umgestaltung von Schule sind heute breiter öffentlicher Konsens. Zur Umsetzung werden engagierte Personen benötigt: Menschen, die Missstände erkennen und gemeinsam mit Partnern Ideen entwickeln und in die Tat umsetzen.
Zukunftswerkstätten sind eine geeignete Methode, um Menschen für Lösungs- und Veränderungsprozesse zu gewinnen: Sie berücksichtigt die Bedürfnisse der Teilnehmenden und fördert durch ihre offene Gestaltung Ressourcen, die sonst verborgen bleiben. Zugleich ist sie ein konstruktives Planungsinstrument, um konkrete Ergebnisse zu erzielen und zu sichern.
Im Vordergrund von Zukunftswerkstätten steht ein Demokratisierungsprozess, der den Menschen helfen soll, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Nicht Fremd-, sondern Selbstbestimmung schafft Zufriedenheit. Zukunftswerkstätten wollen Resignation und Ohnmachtsgefühlen entgegenwirken, wann immer gesagt wird: "Ich kann ja doch nichts machen!"
Seminaraufbau
Im ersten Teil der Moderatorenausbildung lernen die Teilnehmer Formen und Wege und Potenzen der Methode Zukunftswerkstatt kennen. Den zweiten Teil - die zweite Zukunftswerkstatt – bereiten die Teilnehmer selber vor: Sie planen und übernehmen phasenweise die Moderation, gleichzeitig erlernen sie die Dokumentation und Ergebnissicherung. Viel Raum wird für Diskussion auf der Metaebene und für Fragen der Teilnehmer eingeräumt. Im dritten Abschnitt werden die Teilnehmer durch erfahrene Trainer als Co-Moderatoren einbezogen und vertiefen so ihre praktischen Erfahrungen im Umgang mit der Methode Zukunftswerkstatt.


