Die Fachstelle Kinderschutz geht online
Die Fachstelle Kinderschutz hat die Aufgabe, wesentliche Teile des Kinderschutz-Programms der Landesregierung vom März dieses Jahres in die Praxis umzusetzen. Ziel der Fachstelle ist es, Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, zum Beispiel in Jugendämtern, Kitas, Beratungsstellen, Horten oder Jugendclubs für das Thema Kinderschutz zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Hans Leitner von der Start Beratungsgesellschaft, bei der die Fachstelle Kinderschutz angesiedelt ist, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Mit unseren Angeboten treffen wir bei den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe genau ins Schwarze. Denn sie sind durch die jüngsten gesetzlichen Änderungen im Kinderschutz stärker in die Pflicht genommen. Bei der Übersetzung des gesetzlichen Schutzauftrages in die Praxis gibt es nun viele Fragen zu klären.“ Zahlen bestätigen die Einschätzung: So wurde das Beratungsangebot der Fachstelle für dieses Jahr im vollen leistbaren Umfang ausgeschöpft, obwohl es erst vor drei Monaten gestartet ist, und für das nächste Jahr haben bereits alle 18 Jugendämter in Brandenburg ihr Interesse angemeldet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Fachstelle ist, die Zusammenarbeit der Kinder- und Jugendhilfe mit anderen Bereichen, wie Schule, Gesundheit und Polizei zu verbessern. Eine wichtige Aufgabe, wie Hans Leitner betont: „Unsere Analysen von Vorfällen, in denen Kinder in Folge von Vernachlässigung oder Misshandlung zu Tode gekommen sind, weisen deutlich darauf hin, dass der Austausch unter den beteiligten Institutionen schneller und intensiver werden muss.“ Rückendeckung erhält die Fachstelle von Minister Holger Rupprecht: Auf der Sonder-Jugendministerkonferenz vergangene Woche in Berlin nannte er die bessere Zusammenarbeit der Institutionen beim Kinderschutz eine zentrale Aufgabe.
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